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Errichten von Trusts

Die liechtensteinische Gesetzgebung hat den Trust schon 1923 eingeführt. Man hat sich damals am angelsächsischen Trust orientiert und diesen zur Komplettierung des Angebotes an juristischen Personen und Organisationsformen im Personen- und Gesellschaftsrecht aufgenommen. Der Trust ist keine juristische Person, sondern ein spezielles, auf lange Dauer angelegtes Vertrags- und Treuhandverhältnis. Ein Treugeber widmet Vermögenswerte zu einem ganz bestimmten Zweck und übergibt sie an einen Treuhänder. Der Zweck wird in einer sogenannten Treuurkunde ausführlich und im Detail dargelegt. Die Treuhänder halten und verwalten das Vermögen ähnlich wie die Stiftungsräte bei einer Stiftung. Dieses Vertragsverhältnis wird als Trust bezeichnet. Der Trust wird mit einer Firma bezeichnet, sodass er beispielsweise „Müller Trust“ heissen kann.

Der Trust wird gerne von Personen aus angelsächsischen Ländern wie den USA oder England verwendet.

Dank des Haager Trust Übereinkommens ist der Trust in sehr vielen Ländern ausdrücklich anerkannt worden. Er bietet ähnlich wie eine Stiftung die Möglichkeit, über Generationen hinweg das Vermögen in einer Familie zusammenzuhalten, Vorgaben zum Erhalt des Vermögens und zur entsprechenden Verwendung zu geben und ist damit insbesondere auch ein geeignetes Instrument für den Erhalt und die Fortführung von Unternehmungen.